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1. Jun. 2009
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von STEFAN KRECHER

Wie schmeckt eigentlich Oolong? Die Frage läßt sich sicher nicht zufriedenstellend beantworten – es ist als ob man einen Weinliebhaber fragen würde: “Wie schmeckt eigentlich Wein”? Nun, Wein ist nicht
gleich Wein und Oolong ist nicht gleich Oolong.
Der Geschmack läßt sich wirklich nicht allgemein charakterisieren, dazu gibt es zu viele unterschiedliche Herstellungsverfahren und Variationen. Wer sich für Tee im Allgemeinen und Oolong im Speziellen interessiert, sollte jedenfalls auf keinen Fall Teebeutel probieren sondern nur “losen” Tee.
Ich kaufe meine Tee’s fast ausschließlich im Bioladen. Im Gegensatz zu
konventionellen Kaufhaus-Tees verwenden Bio-Teeanbauer keine
Pflanzenschutzgifte – der Tee ist gesünder (sowohl für den Trinker,
als auch für den Hersteller) und hat eine spürbar bessere Qualität.
Die richtig guten Tees bestelle ich bei http://tee-erleben.de. Die
Tee-Händlerin, Menglin Chou, hat übrigens einen sehr lesenswerten
Blog: http://tee.kaywa.com.
Potentiellen Oolong-Liebhabern möchte ich hier zwei Tees kurz
vorstellen: den Jasmin Oolong und den Buddha Hand.
Und nun endlich zum Geschmack …

Jasmin Oolong (http://www.heuschrecke.com/)
Dieser aromatisierte Tee ist ein grundsolider Oolong mit feiner
Jasmin-Note. Je nach Ziehzeit kommt der blumige Geschmack mehr oder
weniger zur Geltung. Ich vermute das der Tee einen recht hohen
Fermentierungsgrad hat, da der Geschmack im Abgang etwas an Schwarztee erinnert. Von dem Tee kann man sich auch ruhig mal ‘ne Kanne machen und dann zum Relaxen mit nem guten Buch auf der Couch genießen. Der Preis liegt je nach Händler schätzungsweise bei 3 bis 4 Euro.
“Normalen” Jasmin-Tee gibt’s übrigens in dem Sinne eigentlich nicht -
es handelt sich immer um Grünen/ Weißen/ Oolong, evtl. Schwarztee, dem
Jasminblüten beigemischt und wieder rausgefiltert worden sind. Es gibt
Jasmin-Tees bei denen Teeblätter und Jasminblüten per Hand zusammengerollt werden – dann werden die Kugeln etwas gelagert und
nach einiger Zeit von Hand wieder getrennt …

Buddha Hand (http://tee-erleben.de)
Etwas anders sieht es bei höherwertigen Tees aus, wie z.B. bei dem
Buddha Hand, da kosten 50g ca. 13 Euro. Da macht man sich keine Kanne,
sondern immer einen neuen Aufguss pro Tasse. So lassen sich aus einer
Portion problemlos 10 Aufgüsse machen. Das Faszinierende dabei ist,
dass nicht etwa der Geschmack von Tasse zu Tasse einfach nachläßt.
Jeder Aufguss schmeckt anders! Es ist einfach beeindruckend.
Geschmacklich rangiert das dann irgendwo zwischen blumig/ fruchtig,
süßlich, minzig und irgendwas ganz Geheimnisvollem.
Das Experimentieren mit Ziehzeit, Aufgußmenge, Wasserart ist sehr
spannend, hat etwas meditatives und kann schnell zur abendfüllenden
Beschäftigung werden. Es gibt da ganz wunderbare traditionelle Rituale
(mit denen ich mich aber noch nicht näher befasst habe).

So, ich hoffe ich habe der Einen oder dem Anderen Appetit auf eine
Tasse Tee gemacht. Ich möchte aber noch anmerken, dass ich weniger
Tee-Kenner/ Experte, sondern eher Tee-Freund und Genießer bin.

Fragen und Kommentare gerne via Blog-Kommentare, per E-Mail oder via Twitter.

Kontakt:
stefan@krecher.com

http://twitter.com/stefcom

http://krecher.com

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